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Weltreise mit Kindern – unsere Route durch Asien, Land für Land

  • Autorenbild: dbfam travel
    dbfam travel
  • 18. Aug.
  • 10 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 1 Tag

In welcher Reihenfolge bereist man die Welt mit zwei Kindern? Unsere Route – 13 Länder in acht Monaten – ist die Antwort, die wir vor der Abreise selbst gesucht und nicht gefunden haben.

Weltreise mit Kindern Route – unser Reiseplan durch 13 Länder

Wenn Familien uns schreiben, kommt fast nie die Frage «wie finanziert ihr das». Es kommt: «In welcher Reihenfolge?» Wo anfangen, was hintereinanderlegen, was besser weit auseinander. Und dahinter steht meist eine leise Sorge: dass eine falsch gelegte Route Geld kostet, die Saison verpasst – und unterwegs alle Nerven aufbraucht.

Die Sorge ist berechtigt, aber sie sitzt an der falschen Stelle. Eine Route scheitert selten an der Länderauswahl. Sie scheitert an den Übergängen: zu viele intensive Etappen hintereinander, zu viel Zickzack in der Luft, kein Ort, an dem die Kinder einfach nur schwimmen dürfen.

Wir sind am 5. Januar 2026 mit Leroy (11) und Louis (9) aufgebrochen. Der Plan reichte für sechs Monate, inzwischen sind es fast zwölf geworden. Dieser Artikel erzählt unsere Route so, wie sie tatsächlich gelaufen ist – Land für Land, mit der Logik dahinter und mit den Übergängen, die wir heute anders legen würden.

Die kurze Antwort: Eine gute Weltreise-Route mit Kindern ist kein Länder-Wunschzettel, sondern ein Rhythmus: nach einem intensiven Land ein ruhiges, nach einer teuren Etappe eine günstige — und Flüge logisch optimiert statt im Zickzack, ohne daraus ein Dogma zu machen. Auch gute Verbindungen, Layover und das Wetter dürfen die Reihenfolge mitbestimmen; manchmal entscheidet sogar eine abgesagte Fähre neu.

Kurz für Familien

Start

5. Januar 2026, ab der Schweiz über Istanbul nach Kapstadt

Bisher

13 Länder in fast acht Monaten – aktuell Indonesien

Reiserhythmus

Anfangs zu schnell, heute meist 3–4 Nächte pro Ort, oft mehr

Die wichtigste Regel

Nicht zwingend eine Richtung – logisch überlegt und wo möglich optimiert

Geeignet für

Familien mit Schulkindern ab etwa acht, neun Jahren

Inhalt: Die Route im Überblick · Wie eine gute Route entsteht · Etappe 1 Südafrika · Etappe 2 Sri Lanka · Etappe 3 Banana Pancake Trail · Etappe 4 Kuala Lumpur & Philippinen · Etappe 5 Ostasien · Etappe 6 Brunei & Borneo · Etappe 7 Indonesien · Wie es weitergeht · Was wir anders machen würden · Für wen die Route passt · FAQ

Die Route im Überblick: 13 Länder in acht Monaten

Für alle, die zuerst das Gesamtbild wollen – so ist unsere Weltreise mit Kindern bisher verlaufen:

Wann

Etappe

Funktion in der Route

Januar

Südafrika

Grosser Auftakt – ankommen als reisende Familie

Ende Jan–Feb

Sri Lanka

Tempowechsel – hier haben wir unseren Rhythmus gefunden

Feb–April

Thailand · Laos · Vietnam · Kambodscha

Die klassische Südostasien-Runde, in einer Richtung

April

Kuala Lumpur · Philippinen

Logistik-Stopp, der zum Highlight wurde · Wasser-Etappe

Mai–Juni

China · Japan · Südkorea

Charakterwechsel – strukturiert, teurer, intensiv

Ende Juni–Juli

Brunei · Borneo (Sabah)

Zurück in die Wärme – der ruhigste Abschnitt

Juli–Anfang Sep

Indonesien (Bali)

Standzeit – Sommerschule, langsamster Rhythmus

ab September

Ost-Timor · Australien · Vietnam & Singapur · Thailand · Doha

Rückweg bis Mitte Dezember

Und für alle, die wissen wollen, warum sie genau so aussieht: der Reihe nach.

Wie entsteht eine gute Route – Linie oder Rhythmus?

Eine gute Route entsteht nicht auf der Landkarte, sondern im Kalender der Familie. Das ist der Satz, den wir vor der Abreise gebraucht hätten.

Wir hatten keine fertige Weltkarte mit Fähnchen. Wir hatten zwei Fixpunkte: einen Start, der sich gross anfühlen sollte, und danach genug Zeit in Asien, um dort wirklich anzukommen. Was wir unterschätzt haben: Eine Route ist keine Linie, sondern ein Rhythmus. Zwischen zwei intensiven Ländern braucht es ein ruhiges. Nach einer teuren Etappe hilft eine günstige. Und nach einem Land, das viel Aufmerksamkeit fordert, tut ein Ort gut, an dem die Kinder einfach nur schwimmen.

Diese Logik hatten wir nicht von Anfang an. Wir haben sie in Sri Lanka gefunden, nach etwa sechs Wochen, als wir zum ersten Mal acht Nächte am selben Ort blieben.

Man plant eine Route entlang der Landkarte. Man reist sie entlang der Stimmung.

Aus sechs geplanten Monaten wurden unterwegs fast zwölf. Warum wir verlängert haben, steht in Weltreise verlängern mit Kindern. Für die Route bedeutete es vor allem eines: Wir mussten nicht mehr auswählen, sondern konnten hinzufügen.

Warum in Südafrika anfangen – und nicht in Asien?

Weltreise mit Kindern – Etappe 1 am Kap der Guten Hoffnung in Südafrika

Weil ein Start ausserhalb Asiens der Reise von Anfang an die Grösse gibt, die das Wort «Weltreise» verspricht. Und aus einem zweiten Grund, der mindestens so viel zählte: Fiona war bereits in Südafrika gewesen und hatte dort so schöne Erfahrungen gemacht, dass sie sie der ganzen Familie zeigen wollte. Wenn einer von vieren den Anfang schon kennt, ist der Start ins Ungewisse für alle etwas leichter.

Der erste Flug war nämlich gleich die erste Lektion. Der Anschluss in Istanbul verspätete sich immer weiter, am Ende waren es sechs Stunden auf Flughafenbänken und auf dem Boden, mitten in der Nacht. Leroy hatte am ersten Abend in Kapstadt Heimweh und wollte nach Hause.

So fängt keine Broschüre an. So fangen Reisen an.

Danach hat Südafrika alles gehalten: Safari an der Garden Route, Walbeobachtung bei Hermanus, ein Township-Besuch in Kapstadt, ein Weingut in Stellenbosch. Landschaft, Tiere und Gespräche, für die die Jungs alt genug waren. Und drei Wochen Zeit, uns als reisende Familie überhaupt erst zu finden – bevor Asien begann.

Alles zur Etappe steht in Südafrika mit Kindern.

Sri Lanka: Wo wir unser Tempo gefunden haben

Sri Lanka mit Kindern – Teeplantagen im Hochland auf unserer Weltreise-Route

Von Kapstadt ging es nach Sri Lanka, und dort passierte das, was die ganze Reise verändert hat.

Wir starteten mit einem sehr schweizerischen Vollprogramm: jeden Ort mitnehmen, jede Sehenswürdigkeit anschauen. Dann, in Weligama, blieben wir zum ersten Mal acht Nächte am Stück. Surfen am Morgen, Homeschooling am Nachmittag, spielen, wiederholen. Innerhalb weniger Tage waren wir entspannter. Wir lachten mehr. Die Kinder stritten weniger.

Dazu kamen die Bilder, die geblieben sind: Wale vor der Küste, ein Zugabteil zweiter Klasse mit offenen Türen, Teeplantagen in einem Hochland, in dem es tatsächlich kühl wurde. Und Leroy, der auf einer Lagunentour das Boot unter einer Brücke hindurchsteuern durfte, weil der Guide ihm einfach vertraute.

Mehr dazu in Sri Lanka mit Kindern. Warum das Tempo die wichtigste Stellschraube überhaupt ist, steht in Reisetempo mit Kindern.

Der Banana Pancake Trail: Thailand, Laos, Vietnam, Kambodscha

Danach folgte die klassische Südostasien-Runde, die viele Familien vor sich haben – deshalb steht sie hier etwas ausführlicher. Das Entscheidende zuerst: Wir sind sie in einer Richtung gereist, Land für Land, ohne zurückzufliegen. Das hielt jeden einzelnen Flug unter drei Stunden.

Thailand war der Einstieg: Bangkok mit seinem Tempo, dann Chiang Mai mit Kochkurs, Elefantencafé und den Sticky Waterfalls, an denen man tatsächlich barfuss hochlaufen kann. Mehr in Thailand mit Kindern.

Laos war das Gegenteil. Zwei Tage Slowboat den Mekong hinunter, das Almgiving am frühen Morgen in Luang Prabang, Kajakfahren bei Vang Vieng. Laos entschleunigt über den Weg, nicht über das Ziel. Mehr in Laos mit Kindern.

Vietnam hat uns am stärksten überrascht. Hanoi mit seinem Getriebe und dem Zugcafé, die Halong-Bucht, Ninh Binh mit Reisfeldern und Trang An, danach Hue, Hoi An und Ho-Chi-Minh-Stadt. In Hoi An haben wir einen geplanten Ausflug abgesagt, damit die Jungs mit ihren neuen Freunden im Pool bleiben konnten – im Rückblick eine der besten Entscheidungen der Etappe. Mehr in Vietnam mit Kindern.

Kambodscha war der stillste Teil. Sonnenaufgang über Angkor Wat, und daneben die Geschichte des Landes, die man Kindern nicht wegerklären kann und auch nicht sollte. Mehr in Kambodscha mit Kindern.

Diese vier Länder ergeben zusammen eine eigene Reise. Wer nur sie machen will, findet die vollständige Einordnung in Banana Pancake Trail mit Kindern.

Neugierig, wie so eine Route für eure Familie aussehen könnte?

Kuala Lumpur und die Philippinen: Wenn Logistik zum Highlight wird

Von Siem Reap gab es keinen Direktflug auf die Philippinen. Also verlängerten wir den Zwischenstopp in Kuala Lumpur auf drei Tage – und das war eine der besten unfreiwilligen Entscheidungen der Reise.

Batu Caves früh am Morgen, die versteckte Gasse Kwai Chai Hong in Chinatown, die Petronas Towers am Abend vom Fenster aus. Und KidZania, wo wir zwei Stunden eingeplant hatten und sechs blieben.

Auf den Philippinen kam dann das Wasser. Die Sardinenschwärme vor Moalboal, Schildkröten, Tauchen und Schnorcheln – für die Jungs eine der stärksten Etappen überhaupt. Nach vier Ländern voller Tempel, Städte und Programm war eine reine Wasser-Etappe genau der Übergang, den die Route brauchte. Mehr in Philippinen mit Kindern.

Zu Kuala Lumpur und dem zweiten Malaysia-Kapitel: Malaysia mit Kindern.

Ostasien: China, Japan, Südkorea – der Charakterwechsel

China mit Kindern – Panda-Base Chengdu auf unserer Weltreise-Route

Hier wechselt die Reise den Charakter komplett. Südostasien ist warm, günstig und improvisiert. Ostasien ist strukturiert, teurer und deutlich anspruchsvoller im Alltag. Wer beide Welten hintereinanderlegt, sollte das wissen – und das Budget darauf vorbereiten.

China war beeindruckend und anstrengend zugleich: Pandas in Chengdu, die Chinesische Mauer bei Peking, und dazwischen viel Reibung im Alltag, für die man Nerven braucht. Mehr in China mit Kindern.

Japan funktionierte dagegen erstaunlich reibungslos. Kyoto, Tokio, die Torii-Bögen, und für die Jungs der klare Höhepunkt: die Super Nintendo World in den Universal Studios. Was das mit Kindern wirklich bedeutet, steht in Universal Studios Japan mit Kindern. Zum Land selbst: Japan mit Kindern.

Südkorea ist weder ein kleines Japan noch Südostasien, sondern etwas Eigenes. Jeju, Busan, Gyeongju und Seoul – mit DMZ, Lotte World und einem der besten Wissenschaftsmuseen der Reise. Mehr in Südkorea mit Kindern.

Wer zwischen zwei dieser Länder schwankt: China oder Japan mit Kindern und Japan oder Südkorea mit Kindern.

Brunei und Borneo: Der ruhigste Abschnitt

Borneo mit Kindern – Fischmarkt in Kota Kinabalu auf unserer Weltreise-Route

Nach drei intensiven Ostasien-Ländern brauchte die Route genau das, was sie hier bekam: zurück in die Wärme, runter im Tempo.

Brunei ist klein, geordnet und funktioniert nicht über Höhepunkte, sondern über Kontrast. Genau deshalb hat es gepasst. Mehr in Brunei mit Kindern.

Danach Sabah auf Borneo: Kota Kinabalu mit einer Hitze, die den Tagesablauf diktiert, dann der Kinabatangan. Bootssafaris um sechs Uhr morgens, Nashornvögel, Nasenaffen, Krokodile. Und an einem Abend eine Herde Borneo-Zwergelefanten, die im Sonnenuntergang den Fluss überquerte. Niemand sagte etwas.

Auf dem Weg dorthin: kilometerweit Palmölplantagen, dazwischen gerodete Flächen. Der Dschungel, in den wir fuhren, ist ein Rückzugsort geworden – und man spürt es. Mit den Jungs darüber zu sprechen war lehrreicher als jedes Museum. Beide Malaysia-Kapitel – Kuala Lumpur und Sabah – stehen ausführlich in Malaysia mit Kindern, Brunei in Brunei mit Kindern.

Indonesien: Die Etappe mit der meisten Standzeit

Seit Juli sind wir in Indonesien, und dieses Kapitel ist das langsamste der ganzen Reise – bewusst. Ubud als Basis, eine Woche Sommerschule für die Jungs, ein Rhythmus, der eher nach Wohnen aussieht als nach Reisen. Dazwischen Labuan Bajo und ein Abstecher nach Jakarta – und wieder zurück nach Bali.

Diese Etappe ist auch das ehrlichste Beispiel dafür, dass eine Route nie ganz der Planung gehört: Unser Schiff von Labuan Bajo nach Lombok wurde abgesagt, und wir mussten kurzfristig Alternativen suchen. So entstand ein Hin und Her, das wir am Reissbrett nie so gezeichnet hätten – und das unterwegs trotzdem funktioniert hat.

Es war auch die Etappe, in der uns zum ersten Mal deutlich wurde, wie ungeschützt sich eine lange Reise anfühlen kann. Was in solchen Tagen bleibt, ist nicht das Abenteuer, sondern dass man zusammenhält. Mehr dazu in Weltreise mit Kindern – was nach 200 Tagen bleibt.

Der ausführliche Indonesien-Artikel folgt, sobald wir weitergezogen sind.

Wie es weitergeht: Der Rückweg bis Dezember

Die restliche Route steht in Grundzügen: Ost-Timor, dann Australien. Danach noch einmal Vietnam – Ho-Chi-Minh-Stadt und Phú Quốc – und einige Tage Singapur. Zum Schluss Thailand mit Phuket und Krabi als Familienzeit, dann Doha – bis Mitte Dezember, wenn wir nach fast einem Jahr wieder in der Schweiz landen.

Südafrika am Anfang und Australien gegen Ende sind uns dabei wichtig. Eine Reise, die auf einem anderen Kontinent beginnt, quer durch Asien führt und über Australien zurückkommt, ist tatsächlich eine Weltreise – und nicht nur eine sehr lange Asienreise. Für die Kinder macht dieser Unterschied mehr aus, als wir dachten.

Dieser Artikel wächst mit. Jede neue Etappe kommt hier dazu.

Was würden wir an der Route heute anders machen?

Vier Dinge – und keines davon ist eine Länderfrage:

Erstens: von Anfang an mehr Standzeit. Wir haben das Tempo in Sri Lanka gefunden, nach sechs Wochen. Wir hätten es gern von Tag eins gehabt. Drei bis vier Nächte pro Ort sind das Minimum, nicht das Ideal.

Zweitens: Übergänge bewusst setzen. Nach einem intensiven Land gehört ein ruhiges. Nach einer teuren Etappe eine günstige. Wir haben das anfangs dem Zufall überlassen und es später bewusst gebaut – der Unterschied ist deutlich spürbar.

Drittens: Flüge logisch optimieren – ohne Dogma. Wir sind nicht im Zickzack geflogen, aber auch nicht stur in eine Richtung: Wo möglich haben wir die Landkarte respektiert, daneben aber auch nach guten Verbindungen, Layovern und dem Wetter entschieden. Das hält die Flüge meist bei eineinhalb bis drei Stunden – und die Kosten unten. Wer die Landkarte ganz ignoriert, zahlt doppelt: mit Geld und mit Kindernerven. Perfekt war unsere Reihenfolge nicht – relativ optimiert schon.

Viertens: nicht jedes Land braucht einen eigenen Block. Kuala Lumpur war ursprünglich nur ein verlängerter Zwischenstopp und wurde zu einem der besten Kapitel. Manche Etappen entstehen aus der Logistik, nicht aus dem Wunschzettel.

Für wen passt diese Route – und für wen nicht?

Sie passt zu Familien mit Schulkindern ab etwa acht oder neun Jahren. Alt genug, um mitzudenken und sich zu erinnern; jung genug, um offen zu bleiben und überall Anschluss zu finden.

Sie passt zu Familien, die Ruhe aushalten. Ein grosser Teil einer guten Langzeitreise besteht aus unspektakulären Tagen, und das ist keine Schwäche im Plan, sondern der Plan.

Eher nicht passt sie, wenn ihr feste Struktur von aussen braucht, wenig Puffer im Budget habt oder gesundheitlich auf verlässliche Versorgung angewiesen seid. Das ist keine Wertung, sondern Passung. Eine kürzere, dafür sorgfältig geplante Reise kann für eure Familie die klügere Entscheidung sein – und ist genauso eine echte Reise.

Fazit: Was unsere Weltreise mit Kindern uns über Routen gelehrt hat

Die Route einer Weltreise mit Kindern entscheidet sich nicht an der Länderliste, sondern an den Übergängen. Wie viel Zeit zwischen zwei intensiven Etappen liegt. Ob nach dem teuren Land ein günstiges kommt. Ob die Kinder irgendwo einfach nur schwimmen dürfen.

Wir haben acht Länder in hundert Tagen gemacht und danach fünf Länder in denselben hundert Tagen. Die zweite Hälfte war die bessere.

Wenn ihr gerade an eurer eigenen Route sitzt: Fangt nicht bei den Ländern an, sondern bei der Frage, wie viel Ruhe eure Familie wirklich braucht. Der Rest ordnet sich danach.

Häufige Fragen zur Weltreise-Route mit Kindern

In einer Richtung, Land für Land – nicht im Zickzack. Wir sind die Südostasien-Runde Thailand, Laos, Vietnam, Kambodscha der Reihe nach gereist; so bleibt jeder Flug unter drei Stunden. Dazu Übergänge bewusst setzen: nach einem intensiven Land ein ruhiges, nach einer teuren Etappe eine günstige.

An einem Ort, der sich gross anfühlt und trotzdem vertraut genug ist, um anzukommen. Bei uns war das Südafrika: Safari, Wale, Kapstadt – und drei Wochen Zeit, uns als reisende Familie zu finden, bevor Asien begann. Ein Start ausserhalb Asiens macht aus einer langen Asienreise eine echte Weltreise.

Weniger, als man plant – und das ist gut so. Wir haben acht Länder in den ersten hundert Tagen gemacht und danach fünf Länder in denselben hundert Tagen. Die zweite Hälfte war die bessere. Als Richtwert: drei bis vier Nächte pro Ort sind das Minimum, nicht das Ideal.

So lange, dass neben dem Programm auch Alltag entsteht – als grobe Richtschnur zwei bis vier Wochen pro Land. Der Wendepunkt kam bei uns, als wir zum ersten Mal acht Nächte am selben Ort blieben: Innerhalb weniger Tage waren alle entspannter, und die Kinder stritten weniger.

Nein – und sie sollte es auch nicht. Bei uns stand der Start fest und eine grobe Richtung; aus sechs geplanten Monaten wurden fast zwölf, Kuala Lumpur kam als Highlight aus reiner Logistik dazu. Fest buchen würden wir nur den ersten Ort nach jedem grossen Flug – der Rest darf sich der Reise anpassen.

Erfahrt, wie wir Familien bei genau solchen Entscheidungen begleiten – und schaut in Ruhe, was davon zu euch passen könnte.

— Nathaniel und Fiona, mit Leroy und Louis

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