Beste Reisezeit Asien mit Kindern – was wirklich zählt
- dbfam travel

- 21. Aug.
- 11 Min. Lesezeit
Aktualisiert: vor 5 Tagen
Die beste Reisezeit für Asien mit Kindern steht in keiner Klimatabelle. Nach acht Monaten in zwölf Ländern wissen wir: Wichtiger als das Wetter ist, was ihr an einem heissen oder nassen Tag daraus macht.
Ist die Regenzeit mit Kindern eine schlechte Idee? Wird die Hitze zu viel für sie? Und wenn ihr nur in den Sommerferien reisen könnt – ist Asien dann überhaupt machbar?
Das sind die Fragen, die bei der Planung wirklich im Kopf sind – und sie sind berechtigt. Nur beantworten die üblichen Klimatabellen keine davon. Durchschnittstemperatur und Niederschlag in Millimetern sagen nichts darüber, ob ein neunjähriges Kind am Nachmittag noch Lust auf irgendetwas hat.
Wir sind am 5. Januar 2026 mit Leroy (11) und Louis (9) losgezogen und waren seither in zwölf asiatischen Ländern unterwegs – Trockenzeit, Hitzezeit, Regenzeit, alles dabei. Dieser Artikel gibt euch beides: die Klimaübersicht für eure Routenplanung und das, was davon im Familienalltag tatsächlich zählt.
Die kurze Antwort: Für Südostasien ist November bis Februar die einfachste Reisezeit mit Kindern. In den Sommerferien funktionieren Indonesien, Malaysia und Thailands Golfküste gut. Die Regenzeit ist mit Kindern besser als ihr Ruf – nur die Taifunsaison auf den Philippinen (Juni bis November) würden wir mit Familie meiden.
Kurz für Familien | |
Erste Fernreise | November bis Februar – die wenigsten Kompromisse |
Die anspruchsvollste Zeit | März bis Mai – Hitze verlangt ein angepasstes Tagesprogramm |
Unterschätzt | Juni bis Oktober – meist ein Schauer am Nachmittag, dafür günstiger und leerer |
Sommerferien | Juli und August sind auf Bali und den Nachbarinseln Trockenzeit |
Wichtiger als das Wetter | Ob ihr euer Tagesprogramm verschieben könnt |
Gibt es die «richtige» Reisezeit für Asien mit Kindern?
Eine einzige richtige Reisezeit für Asien mit Kindern gibt es nicht. Es gibt Monate, die wenig Anpassung verlangen – und Monate, in denen das Tagesprogramm flexibler sein muss.
Fangen wir mit dem Regen an, denn bei dem lagen wir selbst am längsten falsch.
Wir Erwachsenen mögen Regen unterwegs nicht besonders. Nasse Schuhe, geänderte Pläne, das Gefühl, einen Tag zu verlieren – wir rechnen sofort hoch, was der Schauer für den Rest der Reise bedeutet. Kinder rechnen nicht. Sie sind im Moment: Ein Platzregen ist erst einmal ein Ereignis, und bei 33 Grad ist er eine Erlösung – endlich nicht in der Hitze spielen müssen. Unsere Jungs haben sich über Regentage öfter gefreut als über die heissesten Sonnentage.
Was Kinder tatsächlich müde macht, ist nicht Regen. Es ist die Kombination aus Hitze und vollem Programm.
In Kota Kinabalu wollte Fiona mit den Jungs am Nachmittag die Umgebung erkunden – ein Spaziergang Richtung Wasser, vielleicht ein Markt. Nach kurzer Zeit war klar, dass daraus nichts wird: Die Luft stand, die Strassen flimmerten, und aus dem Erkunden wurde ein gemeinsamer Rückweg. Das klimatisierte Zimmer war am Ende das eigentliche Ziel des Ausflugs. Niemand hat etwas falsch gemacht – es war schlicht die falsche Tageszeit für diese Idee. Am frühen Morgen wäre dieselbe Runde kein Thema gewesen.
Dazu kommt die Luftfeuchtigkeit. Sie steht in kaum einer Reiseempfehlung prominent, entscheidet aber mehr als die Temperatur: 30 Grad trocken sind ein völlig anderer Tag als 30 Grad bei 90 Prozent Feuchtigkeit.
Daraus ist unsere wichtigste Regel geworden – und sie hat nichts mit dem Reisemonat zu tun: Das Tagesprogramm muss sich anpassen lassen. Wir haben Aktivitäten meist auf den Morgen gelegt und den Nachmittag offen gehalten. Andere Familien machen eine lange Mittagspause und gehen abends nochmals los. Beides funktioniert. Wichtig ist nur, dass ihr Geplantes verschieben könnt – und im Zweifel auch einmal darauf verzichten, ohne dass der Tag damit verloren ist.
Es gibt keine falsche Reisezeit – nur Tagespläne, die sich nicht anpassen lassen.
Die Klimaübersicht: welches Land wann
Diese Tabelle ist die nüchterne Grundlage – wann ein Land klimatisch am besten funktioniert, unabhängig davon, wann wir dort waren. Sie ersetzt keine aktuelle Wetterprognose, aber sie sortiert die Reihenfolge eurer Route.
Land / Region | Beste Zeit | Temperatur | Was ihr wissen solltet |
Thailand Norden | Nov – Feb | 15–30 °C | Nachts kühl. März bis Mai sehr heiss, dazu Brandrodungssaison |
Thailand Andamanenküste | Nov – Apr | 24–33 °C | Trockenzeit. Mai bis Oktober Regen und höherer Wellengang |
Thailand Golfküste | Feb – Sep | 26–33 °C | Verschobene Saison – auch im Juli und August gut. Oktober bis Dezember am nassesten |
Laos | Nov – Feb | 15–30 °C | März bis Mai bis 40 °C. Regenzeit ab Juni, Mekong führt viel Wasser |
Vietnam Norden | Okt – Apr | 15–28 °C | Januar und Februar können kühl und trüb sein. Sommer heiss und schwül |
Vietnam Mitte | Feb – Aug | 22–34 °C | September bis Januar Regen und Taifunrisiko |
Vietnam Süden | Dez – Apr | 24–34 °C | Mai bis November täglicher Nachmittagsregen |
Kambodscha | Nov – Feb | 22–32 °C | März bis Mai bis 38 °C. Angkor dann am besten früh am Morgen |
Malaysia Halbinsel | ganzjährig | 24–33 °C | Keine echte Trockenzeit. Nasser im April/Mai und Oktober/November |
Borneo / Sabah | ganzjährig | 24–32 °C | Immer feucht. März bis Oktober etwas trockener |
Philippinen | Dez – Mai | 25–33 °C | Juni bis November Taifunsaison – für Familien ein echtes Risiko |
Sri Lanka Süd/West | Dez – Mrz | 25–31 °C | Zwei Monsune. Mai bis September ist die Westküste nass |
Sri Lanka Osten | Apr – Sep | 26–32 °C | Zeitlich gegenläufig zur Westküste |
Sri Lanka Hochland | ganzjährig | 10–22 °C | Deutlich kühler als der Rest. Warme Schicht einpacken |
China (Peking, Chengdu) | Apr – Mai, Sep – Okt | 15–28 °C | Sommer heiss und schwül, Winter sehr kalt |
Japan | Mrz – Mai, Okt – Nov | 10–25 °C | Juni Regenzeit, Juli/August über 30 °C und sehr schwül |
Südkorea | Apr – Jun, Sep – Okt | 15–27 °C | Juli/August Monsun, Winter streng kalt |
Brunei | ganzjährig | 24–32 °C | Durchgehend feucht, Rhythmus wichtiger als Saison |
Indonesien / Bali | Apr – Okt | 24–32 °C | Trockenzeit fällt in den europäischen Sommer – die grosse Ausnahme |
Südafrika Kapregion | Nov – Mrz | 16–28 °C | Südsommer. Juni bis August regnerisch und kühl |
Die Tabelle zeigt vor allem eines: Es gibt keinen Monat, in dem ganz Asien gut ist. Es gibt nur Monate, in denen bestimmte Regionen gut sind – und daraus baut man die Reihenfolge einer längeren Route. Zwei Muster lohnen sich zu merken: In Thailand liegen Andamanenküste und Golfküste in verschiedenen Monsunfenstern – irgendwo ist fast immer Saison. Und Indonesien läuft gegenläufig zum südostasiatischen Festland – dazu später mehr, denn das ist die Antwort auf die Sommerferien-Frage.
November bis Februar: die einfachste Zeit – aber auch die richtige für euch?

Von November bis Februar ist das südostasiatische Festland – Thailand, Laos, Kambodscha, Süd-Vietnam – am angenehmsten: 22 bis 32 Grad, wenig Regen, gut planbare Tage. Wer zum ersten Mal mit Kindern nach Asien reist und zwei bis vier Wochen Zeit hat, nimmt am besten dieses Fenster. Es verzeiht am meisten.
Der Haken liegt anderswo: Es ist Hauptsaison. Unterkünfte sind teurer und schneller ausgebucht, beliebte Orte voller. Für Familien aus der Schweiz, Deutschland und Österreich passt das Fenster dafür zu den Weihnachts- und Februarferien – genau deshalb ist es die naheliegendste Wahl.
Und ein Punkt, der viele überrascht: Nicht ganz Asien ist warm. Für die Teeplantagen im Hochland von Sri Lanka haben wir Winterjacken eingepackt – und tatsächlich gebraucht. Im Hochland liegt die Temperatur ganzjährig deutlich unter der an der Küste, teils bei 10 Grad. Gleiche Insel, zwanzig Grad Unterschied.
März bis Mai: Wie schlimm ist die Hitze mit Kindern wirklich?

Die Hitze von März bis Mai in Südostasien – je nach Land bis 38 oder 40 Grad – ist mit Kindern machbar, wenn das Tagesprogramm der Hitze folgt: die kühlen Randstunden nutzen, die Mittagszeit ruhig verbringen, weniger Ortswechsel einplanen. Ohne diese Anpassung wird sie anstrengend, mit ihr bleibt sie gut reisbar.
Wir waren im März in Laos und Vietnam, Anfang April in Kambodscha – mitten in der heissen Zeit. Und ja, sie verlangt etwas von einem. Aber sie hat uns vor allem gelehrt, das Programm umzubauen statt den Tag abzuschreiben.
In Kambodscha sah das so aus: Angkor früh am Morgen, wenn das Licht ohnehin am schönsten ist. Danach zurück, Pool, Mittagsruhe. Am späten Nachmittag nochmals raus – und an den heissesten Tagen waren wir ehrlich gesagt einfach in der Shoppingmall. Das ist keine Kapitulation. Das ist Klimaanlage, kaltes Getränk und zwei zufriedene Kinder.
An heissen Tagen sieht man übrigens in ganz Asien kleine Handventilatoren – vor Tempeln, in Zügen, an jeder zweiten Strassenecke werden sie verkauft. Sie helfen für den Moment. Gegen eine zu volle Route hilft aber kein Ventilator dieser Welt: Die Lösung ist weniger Programm, nicht mehr Wind.
Zwei Dinge aus dieser Zeit, die oft anders erzählt werden: In Nordvietnam hatten wir im März durchgehend warmes, stabiles Wetter – keine Jacken nötig. Das ist nicht selbstverständlich, im Januar und Februar kann es dort kühl und trüb sein; das Frühjahr ist im Norden oft die angenehmste Zeit. Und für Chiang Mai wird regelmässig die Brandrodungssaison im Frühjahr mit schlechter Luft genannt. Wir haben davon nichts gemerkt – aber sie ist kein Mythos. Wer im März dorthin will, prüft kurz vorher die aktuellen Luftwerte.
Gleichzeitig ist das Frühjahr in Ostasien die beste Zeit: China war im Mai für uns ideal, Japan und Südkorea ebenfalls. Wer eine längere Route baut, nutzt das – Südostasien im Winter, dann nach Norden ziehen, wenn es im Süden heiss wird.
Noch ein Hinweis, der im Alltag wichtiger war als gedacht: Bei Kindern zeigt sich zu wenig Trinken zuerst an der Laune, erst dann am Durst. Wasser gehört in dieser Jahreszeit konsequenter dazu, als man von zu Hause gewohnt ist.
Noch unsicher, wie sich das mit euren Ferien vereinbaren lässt?
Juni bis Oktober: Ist die Regenzeit mit Kindern eine schlechte Idee?

Nein – in den meisten Regionen Südostasiens ist die Regenzeit mit Kindern besser als ihr Ruf. Sie bedeutet selten Dauerregen, sondern meist einen kräftigen Schauer am Nachmittag, davor und danach Sonne. Ernst nehmen sollte man nur die Taifunsaison: Auf den Philippinen und in Teilen Ostasiens ist Juni bis November für Familien keine gute Wahl.
Wir waren im Juni und Juli in Brunei und auf Borneo. Es war heiss und feucht, und es hat geregnet – aber der Regen hat die Tage strukturiert, nicht ruiniert. Der Nachmittagsschauer ist eine natürliche Pause, die man mit Kindern ohnehin braucht.
Eine der Nachtsafaris am Kinabatangan fand mitten in einem tropischen Schauer statt, und Leroy hat auf der Rückfahrt kaum gesprochen. Nicht aus Frust – manche Dinge sind zu gross, um sie sofort in Worte zu fassen.
Was für diese Monate spricht: deutlich weniger Menschen an bekannten Orten, spürbar günstigere Unterkünfte, grüne statt staubige Landschaft.
Was ihr einplanen solltet: Puffertage – nicht wegen des Regens, sondern wegen Verbindungen, die kurzfristig ausfallen können. Auf dem Mekong etwa hängt vieles am Wasserstand, und bei einer zweitägigen Slowboat-Fahrt mit Kindern ist ein erfahrener Kapitän keine Komfortfrage, sondern eine Sicherheitsfrage – hier lohnt sich der bessere Anbieter. Und: In der Regenzeit sind mehr Mücken unterwegs. Lange, leichte Kleidung in der Dämmerung und ein guter Mückenschutz gehören dann fix dazu – was wir zu Gesundheit unterwegs gelernt haben, steht in «Krank auf Weltreise mit Kindern».
Sommerferien: Welches Asien funktioniert im Juli und August?

Auch wer an die Sommerferien gebunden ist, kann gut nach Asien: Indonesien und Bali haben im Juli und August Trockenzeit, Malaysia ist ganzjährig ähnlich, und Thailands Golfküste (Koh Samui und Umgebung) hat ihre verschobene Saison. Japan und Südkorea sind im Hochsommer über 30 Grad und sehr schwül, die Philippinen wegen der Taifunsaison keine gute Wahl.
Das ist der Punkt, an dem viele Planungen zu früh aufgeben: «Südostasien im Sommer? Da ist doch überall Regenzeit.» Stimmt für Teile des Festlands – aber eben nicht für alles. Indonesien läuft klimatisch gegenläufig: Während in Thailand die Andamanenküste im Regen liegt, ist auf Bali und den Nachbarinseln die verlässlichste Zeit des Jahres.
Wir waren von Juli bis September selbst in Indonesien – und haben dort die Trockenzeit erlebt, die die Klimatabelle verspricht. Der Juni und Juli auf Borneo davor haben zudem gezeigt, dass auch «immer feucht» gut funktioniert, wenn der Nachmittag flexibel bleibt.
Welche Kleidung für welche Reisezeit?
Die gute Nachricht: Für Asien mit Kindern braucht es keine Spezialausrüstung – aber vier Dinge haben sich bei uns in jeder Jahreszeit bewährt.
Eine leichte Regenjacke pro Person. Nicht gegen die Kälte – die gibt es in den Tropen kaum – sondern damit ein Schauer den Tag nicht beendet. Schnell trocknend ist wichtiger als dicht.
Gute Schuhe, die nass werden dürfen. Sandalen mit Halt oder leichte Schuhe, die einen Platzregen und rutschige Wege mitmachen – Flipflops reichen dafür meist nicht.
Zwiebelschichten für die kühlen Ecken. Sri Lankas Hochland, Nordthailand nachts, Ostasien im Frühjahr: Eine warme Schicht pro Person gehört ins Gepäck, auch wenn es beim Packen absurd wirkt.
Eine dünne Langarmschicht fürs Tagesgepäck. Busse, Züge und Malls sind in Asien oft stark klimatisiert – der Temperatursturz von draussen nach drinnen ist grösser als mancher Wetterwechsel. Dieselbe Schicht hilft abends gegen Mücken.
Die vollständige Liste – inklusive dem, was wir umsonst dabeihatten – steht in «Packliste Asien mit Kindern».
Wann wir tatsächlich wo waren
Zur Einordnung – so ist unsere eigene Reise gelaufen:
Zeitraum | Wo wir waren |
Januar | Südafrika |
Ende Januar bis Februar | Sri Lanka |
Ende Februar bis März | Thailand |
März | Laos, Vietnam |
Anfang April | Kambodscha |
April | Kuala Lumpur, Philippinen |
Mai | China |
Mai bis Juni | Japan |
Juni | Südkorea |
Ende Juni bis Juli | Brunei, Borneo |
Juli bis September | Indonesien |
Wenn wir eine Sache daran gut gemacht haben, dann diese Reihenfolge: Südostasien in der kühlen Zeit, Ostasien im Frühjahr, danach zurück in die Tropen, als es dort ohnehin feucht ist. Die ganze Route mit allen Etappen steht in «Weltreise mit Kindern – unsere Route Land für Land».
Was wir bei der Reisezeit heute anders planen würden
Erstens: die Reihenfolge mit Absicht planen statt mit Glück. Dass unsere Route der Saison folgte, war rückblickend mehr Zufall als Weitsicht. Wer sechs Wochen oder länger unterwegs ist, muss sich nicht für ein Wetterfenster entscheiden – er kann eines abfahren.
Zweitens: in der heissen Zeit weniger Orte. Wir haben in den kühlen Monaten mehr Ortswechsel gemacht als in den heissen – rückblickend hätte der Unterschied noch grösser sein dürfen. Ein Umzugstag bei 36 Grad zählt doppelt.
Drittens: die Regenzeit von Anfang an mitdenken. Hätten wir strikt nach Klimatabelle geplant, wären Borneo und der Kinabatangan nie auf der Route gelandet – ausgerechnet zwei der stärksten Erlebnisse der Reise.
Für wen welche Reisezeit passt
Erste Fernreise, zwei bis drei Wochen, jüngere Kinder: November bis Februar – die risikoärmste Wahl.
Nur Sommerferien möglich: Indonesien, Malaysia oder Thailands Golfküste – Juli und August sind dort gute Reisemonate.
Ältere Schulkinder, flexibles Tagesprogramm, schlankeres Budget: Juni bis Oktober. Günstiger, leerer, mit Puffertagen gut machbar.
Längere Reise ab sechs Wochen: der Saison hinterherreisen statt sich für ein Fenster entscheiden – der eigentliche Vorteil langer Reisen. Wie schnell oder langsam, steht in «Reisetempo mit Kindern».
Ostasien (China, Japan, Südkorea): Frühjahr oder Herbst. Das Fenster ist schmaler als in Südostasien und lohnt eine frühere Buchung.
Fazit: Gibt es die beste Reisezeit für Asien mit Kindern?
Die beste Reisezeit für Asien mit Kindern gibt es nicht als einen Monat – es gibt sie als Kombination aus Region, Reisetempo und einem Tagesprogramm, das sich anpassen lässt. Nach acht Monaten unterwegs ist unser Stand: Eine gut gewählte Reisezeit rettet keine überladene Route. Eine sogenannt schlechte Reisezeit macht eine ruhige Route nicht kaputt.
Wenn ihr eine einfache Faustregel wollt: November bis Februar für Südostasien, Frühjahr für Ostasien, europäischer Sommer für Indonesien, Malaysia und Thailands Golfküste. Drei Nächte pro Ort als Minimum – in jedem Monat.
Häufige Fragen zur Reisezeit in Asien mit Kindern
Ist die Regenzeit in Asien mit Kindern eine schlechte Idee?
Nein. In den meisten Regionen bedeutet Regenzeit einen kräftigen Schauer am Nachmittag, nicht Dauerregen – dazu weniger Menschen, tiefere Preise und grüne Landschaft. Ausnahme: die Taifunregionen von Juni bis November, allen voran die Philippinen.
Wann ist die beste Reisezeit für Südostasien mit Kindern?
November bis Februar. Auf dem Festland – Thailand, Laos, Kambodscha, Süd-Vietnam – ist es dann angenehm warm und trocken, die Tage sind gut planbar. Es ist allerdings Hauptsaison: früher buchen, mit vollen Orten rechnen.
Wohin in Asien in den Sommerferien mit Kindern?
Indonesien und Bali (dort ist im Juli und August Trockenzeit), Malaysia (ganzjährig ähnlich) oder Thailands Golfküste um Koh Samui. Japan und Südkorea sind im Hochsommer sehr heiss und schwül, die Philippinen liegen in der Taifunsaison.
Wie heiss wird es in Südostasien – und geht das mit Kindern?
Von März bis Mai je nach Land bis 38 oder 40 Grad. Mit angepasstem Programm ist das machbar: Aktivitäten am Morgen, Mittag am Pool oder in klimatisierten Innenräumen, weniger Ortswechsel – und konsequent trinken: Bei Kindern kippt zuerst die Laune, bevor der Durst kommt.
Braucht man in Asien warme Kleidung?
Ja, je nach Region: Im Hochland von Sri Lanka sind es ganzjährig nur 10 bis 22 Grad, Nordthailand kühlt nachts ab, und Ostasien ist im Frühjahr und Herbst frisch. Packt pro Person etwas Warmes ein – dazu etwas Dünnes mit langen Ärmeln für stark gekühlte Busse und Züge.
Kann man Asien während der Taifunsaison bereisen?
Teilweise. Das südostasiatische Festland und Indonesien sind von Taifunen kaum betroffen und von Juni bis November gut bereisbar. Erhöht gefährdet sind die Philippinen, Teile Ostasiens und Vietnams Mitte – dorthin würden wir mit Kindern in diesen Monaten nicht planen.
Wenn ihr gerade aktiv plant: In diesem Moment sind wir am hilfreichsten.
— Nathaniel und Fiona, mit Leroy und Louis


