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250 Tage Weltreise mit Kindern – vom Weiterziehen zum Ankommen

Autorenbild: dbfam travel
dbfam travel
15. Sept.
2 Min. Lesezeit

Die letzten fünfzig Tage haben uns weniger neue Orte gezeigt als die Meilensteine davor — und uns trotzdem mehr verändert. Weil wir zum ersten Mal seit Monaten nicht weitergezogen sind.


Tag 250. Wenn wir auf die letzten fünfzig Tage zurückschauen, bleibt nicht ein Tempel hängen und keine Aussicht — sondern drei Erkenntnisse, die unsere restliche Reise gerade neu sortieren.


Wenn etwas nicht klappen will, dann klappt es nicht

Unser Schiff von Labuan Bajo wurde am Tag der Abfahrt gecancelt. Einfach so, Plan hinfällig, Familie mit gepackten Rucksäcken. Früher hätten wir gekämpft: Alternativen jagen, Umwege konstruieren, irgendwie festhalten am Plan.


Heute wissen wir: Wenn etwas nicht klappen will, dann klappt es nicht — und es lohnt sich nicht, Energie darin zu verlieren. Wenn sich eine Tür schliesst, öffnet sich eine andere. Aus der gestrichenen Überfahrt wurde eine andere Route, und aus der anderen Route wurden Erfahrungen, die genauso gut waren wie die geplanten. Nicht trotz der Planänderung. Wegen ihr.


Die Ruhe, die man nicht sieht

Vor der Reise haben wir mehr als einmal diskutiert, ob wir eine Reiseversicherung überhaupt brauchen. Sie kostet, man sieht sie nie, und meistens passiert ja nichts.


Nach 250 Tagen können wir sagen: Die Sicherheit, die sie uns gegeben hat, hat uns alle extrem beruhigt — gerade in den Momenten, in denen unterwegs eben doch etwas passiert. Es ist die Art von Ausgabe, deren Wert man nicht in Erlebnissen zählt, sondern in ruhigen Nächten. Wir würden nie wieder ohne losfahren.


Vier Wochen Bali – und zum ersten Mal wieder Routinen

Das Grösste der letzten fünfzig Tage war kein Highlight im klassischen Sinn. Es war ein Alltag.


Vier Wochen Bali, ein fester Ort, und zum ersten Mal seit Monaten echte Routinen: Die Jungs im Schwimmkurs und im Padel-Training, strukturierte Tagesabläufe, kein Leben aus dem Koffer. Man merkt erst, wie sehr einem so etwas gefehlt hat, wenn es wieder da ist.


Dazu kam eine Geschichte, die uns lange begleiten wird: Wir waren die allerersten Gäste unserer Unterkunft. Auf der Buchungsplattform stand sie ohne eine einzige Bewertung — und wir waren ehrlich unsicher, ob wir gerade auf einen Fake hereinfallen. Unsere Gastgeberin wiederum kannte das Problem von der anderen Seite: Ohne Bewertungen bucht niemand. Sie war so herzlich und so froh, dass wir da waren, dass aus einer unsicheren Buchung das erste echte Zuhause-Gefühl seit langem wurde. Wir kamen zur Ruhe — richtig zur Ruhe.


Und dann haben wir die Route geändert

Diese vier Wochen haben etwas ausgelöst. Nach Australien war eigentlich das grosse Programm geplant: Ozeanien, Hawaii — Orte, die uns alle extrem gereizt hätten. Aber wir kennen uns inzwischen: Es wäre massiv intensiv und hektisch geworden. Genau das Gegenteil von dem, was uns Bali gerade gezeigt hatte.


Also haben wir umgeplant: drei Wochen Phú Quốc, Singapur und Phuket. Alles Orte, die uns schon lange interessiert haben und für die bisher keine oder zu wenig Zeit war. Weniger spektakulär auf der Landkarte — und sehr wahrscheinlich besser für uns vier.


Wie sehr sich unsere Route unterwegs immer wieder verändert hat und warum das Reisetempo die wichtigste Stellschraube bleibt, haben wir an anderer Stelle ausführlich aufgeschrieben. Nach 250 Tagen können wir es in einem Satz sagen: Wir sind losgefahren, um möglichst viel zu sehen — und haben unterwegs gelernt, gut zu leben.


— Nathaniel und Fiona, mit Leroy und Louis

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