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Thailand oder Vietnam mit Kindern – was passt besser zu eurer Familie?

  • Autorenbild: dbfam travel
    dbfam travel
  • 19. Mai
  • 4 Min. Lesezeit

Thailand oder Vietnam mit Kindern: Beide Länder stehen auf fast jeder Südostasien-Liste. Wir haben beides gemacht – auf derselben Reise, nacheinander. Hier kommt der direkte Vergleich, ohne künstlichen Gleichstand.


Die Frage «Thailand oder Vietnam mit Kindern» taucht früh auf, sobald man eine längere Asienreise plant. Beide Länder sind beliebt, beide sind für Familien grundsätzlich geeignet, und beide werden in Reiseforen gern gleichwertig behandelt.


Aber gleichwertig sind sie nicht. Sie sind verschieden – und das ist gut so. Wer weiss, worin der Unterschied liegt, trifft eine klarere Entscheidung. Wer beide in eine Route packen will, tut das mit realistischeren Erwartungen.


Wir waren drei Wochen in Thailand und drei Wochen in Vietnam. Hier ist, was wir gelernt haben.

Kurz für Familien – der Vergleich auf einen Blick

Reisedauer Thailand

Mind. 3 Wochen – Bangkok + Norden (Chiang Mai) + evtl. Süden.

Reisedauer Vietnam

Mind. 3–4 Wochen – Hanoi, Halong, Ninh Binh, Hoi An, HCMC.

Tempo Thailand

Entspannt. Weniger Distanzen, mehr Zeit pro Ort möglich.

Tempo Vietnam

Intensiv. Grosse Distanzen von Nord nach Süd, mehr Planung nötig.

Geeignet für Thailand

Familien mit Erstbesuchern Südostasiens. Ab ca. 6 Jahren ideal.

Geeignet für Vietnam

Familien mit Flexibilität und Erfahrung. Ab ca. 7 Jahren besser passend.

Unser ehrliches Fazit

Thailand ist einfacher. Vietnam ist eindrücklicher. Beides hat seinen Platz.


Was Thailand mit Kindern stärker macht

Thailand ist das bessere Einsteigerland. Punkt. Grab funktioniert überall, 7-Eleven ist an jeder Ecke, die Malls klimatisiert und voller Kinderaktivitäten. Wer Südostasien zum ersten Mal mit Kindern bereist, findet in Thailand eine Infrastruktur, die kaum Fragen offenlässt.


Chiang Mai ist das stärkste Familienargument für Thailand. Kochschule mit eigener Currypaste, Elefantencafé, Sticky Waterfalls, Tempel in der Altstadt – alles nah beieinander, alles machbar in einer Woche. Das ist selten.

Dazu kommt das Tempo. Thailand erlaubt langsames Reisen ohne das Gefühl, etwas zu verpassen. Man bleibt fünf Nächte in Bangkok und es gibt jeden Tag etwas Neues. Fünf Nächte in Chiang Mai – das Gleiche. Kein Hetzen.


Thailand ist das Land, in dem man ankommt und sofort das Gefühl hat: Das funktioniert. Für Familien mit Kindern ist das kein kleines Ding.


Bangkok ist überwältigend – und trotzdem kinderfreundlich. Pokémon-Karten verhandeln im MBK-Center, Lasertag im OneWorld Center, liegender Buddha im Wat Pho. Thailand bedient alle Interessen gleichzeitig, ohne dass man dafür weit fahren muss.


Was Vietnam mit Kindern stärker macht

Vietnam ist das eindrücklichere Land. Die Halong-Bucht auf einem Kreuzfahrtschiff mit Kajak durch Felsdurchgänge – das ist ein Erlebnis, das kein anderes Südostasienziel in dieser Form bietet. Leroy und Louis sprachen noch Wochen danach davon.


Hoi An ist das beste Familienreiseziel, das wir auf der gesamten Reise gefunden haben. Sieben Nächte, die sich richtig angefühlt haben. Die Jungs fanden in wenigen Stunden Freunde. Kochkurs, Coconut-Boot, Pool, freie Tage, eindrückliche aber kleinere Stadt. Manchmal sagten wir Ausflüge ab, weil die Kinder lieber blieben. Das war jedes Mal die richtige Entscheidung.


Vietnam hat drei Gesichter: den lebhaften Norden mit Hanoi und Ninh Binh, die ruhige Mitte mit Hue und Hoi An, den modernen Süden mit Ho-Chi-Minh-Stadt. Wer alle drei sieht, hat das Gefühl, drei Länder bereist zu haben. Das ist Stärke und Herausforderung zugleich.


Die Halong-Bucht kennt man von Bildern. Und dann steht man davor – und begreift, dass Bilder nicht reichen.


Vietnam überrascht auch kulinarisch. Louis hat in Hanoi sein KidZania-Geburtstagsprogramm bekommen – ein fast dreistündiger Ausflug in eine Mini-Berufsstadt. Vietnam denkt mit, auch bei Kinderinteressen.


Wenn ihr wisst, welches Land zu euch passt, helfen konkrete Routen mehr als weitere Tipps. Unsere Beispielreisen durch Asien


Für welche Familie Thailand besser passt

Thailand ist die richtige Wahl für Familien, die Südostasien zum ersten Mal bereisen, weniger Planungsaufwand wollen, oder Kinder mitbringen, die Zuverlässigkeit und Struktur brauchen. Auch für Familien mit sehr breitem Alterskorridor – kleine und grössere Kinder gleichzeitig – ist Thailand zugänglicher.


Wer unter drei Wochen hat, sollte Thailand wählen. Der Süden lässt sich bei Bedarf weglassen, der Norden mit Bangkok und Chiang Mai gibt trotzdem ein vollständiges Bild.


Für welche Familie Vietnam besser passt

Vietnam ist die richtige Wahl für Familien, die bereits Reiseerfahrung haben – auch ausserhalb Europas – und die Intensität mögen. Kinder ab etwa sieben Jahren können Vietnam gut verarbeiten: Stadtlärm, lange Distanzen, gelegentliche Planänderungen.


Wer mindestens vier Wochen Zeit hat und bereit ist, sich auf Nachtbusse, Fähren und Umwege einzulassen, wird mit Eindrücken belohnt, die Thailand nicht bieten kann. Die Halong-Bucht allein rechtfertigt Vietnam für viele Familien.


Was wir vor der Entscheidung zuerst prüfen würden

Wie viel Zeit haben wir? Unter drei Wochen: Thailand. Ab vier Wochen: Vietnam – oder beides kombinieren.


Wie ist unsere Reiseerfahrung? Erste grosse Asienreise: Thailand. Schon Reiseerfahrung (Idealerweise auch in Asien): Vietnam.


Wie alt sind die Kinder? Unter sechs Jahre: Thailand klarer. Ab sieben: beide machbar, Vietnam reicher.


Was wollen wir mitnehmen? Mehr Natur und Vielfalt: Vietnam. Mehr Entspannung und einfache Logistik: Thailand.


Können wir beides kombinieren? Ja – und das ergibt die stärkste Route. Thailand als Einstieg, Vietnam als Tiefe.


Was wir bei Thailand oder Vietnam mit Kindern heute anders planen würden

Wir haben beide Länder nacheinander bereist – Thailand zuerst, Vietnam danach. Rückblickend war das die richtige Reihenfolge. Thailand hat uns eingestimmt, Vietnam hat uns gefordert.


Erstens: Thailand mehr Zeit geben. Wir hatten zehn Tage. Dreissig wären besser gewesen. Besonders der Süden mit den Inseln blieb aussen vor.


Zweitens: Vietnam nicht unterschätzen. Die Distanzen von Nord nach Süd sind gross. Wer alles sehen will, hetzt – wer auswählt, gewinnt.


Drittens: Hoi An mehr Gewicht geben. Unsere sieben Nächte dort waren die entspanntesten in Vietnam. Diesen Pufferort in jede Route einbauen.


Viertens: Nachtbusse vorsichtig planen. Liegeplätze frühzeitig buchen und die Anzahl Plätze prüfen. Auf unserem Nachtbus nach Hue fehlte ein Platz.


Fazit: Thailand oder Vietnam mit Kindern – ein klares Bild

Thailand oder Vietnam mit Kindern ist keine entweder-oder-Frage – es ist eine Frage des Profils. Thailand ist zugänglich, entspannt und für Erstbesucher ideal. Vietnam ist eindrücklicher, vielfältiger und belohnt jene, die sich einlassen.

Wer kann, kombiniert beides. Wer wählen muss, fragt sich zuerst: Wie viel

Erfahrung haben wir, wie viel Zeit, und was wollen unsere Kinder wirklich erleben?

Mehr dazu in unseren Einzelartikeln: Thailand mit Kindern und Vietnam mit Kindern.


Erfahrt, wie wir Familien begleiten – und schaut in Ruhe, was davon zu euch passen könnte.


— Nathaniel und Fiona, mit Leroy und Louis

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